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	<title>Discoschnupfen &#38; Tanzfieber</title>
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	<description>Das Um und Auf unserer Aufs und Abs</description>
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		<title>Discoschnupfen &#38; Tanzfieber</title>
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		<title>Es heißt Abschied</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 14:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe noch nie ein Konzert in einer so schönen Open-Air-Atmosphäre gespielt. Ich hoffe noch während ich singe und die Gitarre zupfe, dass es nie aufhören wird.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=112&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beeindruckt von den Bildern und Gesprächen in Orvieto fahren wir am nächsten Tag zum Bolsena-See, wo im mittelalterlichen Ort Bolsena bereits Vorbereitungen für unser Unplugged-Konzert laufen. Wir spüren einmal mehr die italienische Euphorie für Kunst und Kultur. Kein Wunder, dass hier die besten Weine zu finden sind. Kein Wunder, dass hier jährlich tausende Touristen herströmen, um ein bisschen Leichtlebigkeit zu inhalieren. Sogar Plakate haben die Besitzer der Enoteca am Piazza della Rocca aufhängen lassen. Und zwar im gesamten Ort: Auf Telefonzellen, in Bäckereien, in Restaurants, in Spielzeugläden, auf Wartehäuschen und Laternenmasten. &#8222;CALIM Unplugged &#8211; Un concerto acustico&#8220; steht geschrieben. Der Piazza della Rocca ist das Herz Bolsenas. Hier befinden sich die uralten Gemäuer der Burg. Mittleralterlicher Baustil wird von flackernden Kerzen beleuchtet. Die Enoteca ist direkt daneben, in den Keller eines alten Hauses führend. Stilvoll eingerichtet, mit einer unendlichen Auswahl an Weinen. Rustikale Sitzhölzer zieren die steinerne Mauer, wo genießende Gäste Platz finden. Wir spielen in Wirklichkeit zwei Konzerte. Schon beim Soundcheck und Aufbau am Vortag kommen Einheimische und Touristen, trinken Wein und wollen einen Song nach dem anderen hören. Wir spielen spontan ein kurzes Set von 30 Minuten und kommen danach ins Gespräch mit einem holländischen Pärchen. Die beiden wollen nächstes Jahr in Rom heiraten und suchen noch nach einer Band. Wir lachen. Paolo, ein umtriebiger Veranstalter und herzlicher Helfer aus dem Ort, stellt uns sein Soundsystem zur Verfügung und bringt am nächsten Abend einige Kerzen und kunstvoll gestaltete Lampen mit. Er entflammt beim Aufbauen und Anzünden selbst vor Begeisterung für die Sache. Umgeben von alten Gemäuern und der Burgmauer spielen wir italienische, englische und deutsche Songs. Es ist Mittwoch und zahlreiche junge Bolsenesen sind hier, um zuzuhören. Die zweite Hälfte des Publikums besteht aus Deutschen, Österreichern, Holländern, Engländern und Belgiern. Alles ist friedlich, nippt am Wein und blick zu uns. Ich habe noch nie ein Konzert in einer so schönen Open-Air-Atmosphäre gespielt. Ich hoffe noch während ich singe und die Gitarre zupfe, dass es nie aufhören wird.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/112/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/112/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/112/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/112/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/112/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/112/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/112/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=112&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein unerwartetes Wiedersehen</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 14:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[ Das Felsplateau aus Tuffgestein bietet enge Schachtelgassen, durch die mit bloßem Auge kein Auto zu passen scheint. Mittelalterliche Bauten, die in die Höhe führen, weil auf den Seiten kein Platz mehr ist. Enotheken, in deren von Kerzen beleuchteten Gastgärten Jung und Alt Italien sitzt und eigenen Wein verkostet. Der Kern der Stadt wirkt von Kunst gebaut. Ein Zufluchtsort für Denker, Kreative und auch lebenslustige Trinker.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=109&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Jahre später, erreicht der Zug, in dem ich sitze Orvieto. Ich weiß weder Francos Namen mehr noch den seiner Trattoria. Ich weiß nicht einmal, wie ich zu dieser winzigen Gasse finden sollte. Es ist spätabends und ein guter Bekannter von Sigrid führt uns in das Zentrum der Stadt hinauf. Orvieto liegt auf einer Art italienischem Ayers Rock. Das Felsplateau aus Tuffgestein bietet enge Schachtelgassen, durch die mit bloßem Auge kein Auto zu passen scheint. Mittelalterliche Bauten, die in die Höhe führen, weil auf den Seiten kein Platz mehr ist. Enotheken, in deren von Kerzen beleuchteten Gastgärten Jung und Alt Italien sitzt und eigenen Wein verkostet. Der Kern der Stadt wirkt von Kunst gebaut. Ein Zufluchtsort für Denker, Kreative und auch lebenslustige Trinker. Ich fühle mich wohl wie schon lange nicht mehr, beinahe als wäre ich in einem neuen Zuhause angekommen. Es ist spätabends wie einst als ich mit der gesamten Band hier gewesen bin. Ohne zu wissen wohin, gehe ich hundert Meter Richtung Dom und blicke dabei zufällig nach rechts. Zwei Sekunden vergehen. Die kleine Gasse kommt mir unterbewusst bekannt vor und ich trete näher. Gerade in dem Moment, als ich sie mir genauer ansehen will, schießt ein kleines, graues Männlein aus einer Trattoria heraus und schnauft tief ein und aus. Er blickt zu mir, ich blicke zu ihm und gehe so bestimmt auf ihn zu, dass er leicht unsicher zurückwich. &#8222;Le tue scarpe sono di Humanic a Graz?&#8220; fragte ich ihn scherzend. Er blickt mich an, als würde vor ihm ein Geisteskranker stehen. Kurz zweifle ich, dass er der Richtige ist. Doch dann ruft jemand aus der Küche &#8222;Franco!&#8220; und ich erinnere mich plötzlich wieder. Auch seine Augen lichten sich auf einmal und es dämmert in ihm Erinnerungen. Er bietet uns sofort zu einem Tisch, schickt alle anderen Anwesenden widerspruchlos nachhause und eilt flink zu den Weinregalen. Der erste Weißwein schmeckt vorzüglich. Franco setzt sich, steht im gleichen Moment aber wieder auf und läuft mit der Frage &#8222;Avete fame?&#8220; bereits zur Küche. Antwort will er gar keine von uns. Nach wenigen Minuten kommt er mit einer Prosciutto-Salami-Käse-Platte zurück. Den kulinarischen Schmaus begleiten unaufhörliche Erlebnisse Francos mit Franz Innerhofer hier in Umbrien und auch in Graz. Es ist spannend ihm zuzuhören und das Feuer in seinen Augen zurückkommen zu sehen. Es ist schön, nach nur kurzer Zeit das Gefühl zu haben, jemanden schon Jahrzehnte zu kennen. Es kann gut sein, dass ich genau hierher zurückkehren werde, um ein neues Leben aufzubauen. Franco würde bei einer Wohnungssuche bestimmt helfen. Der Abend endet mit Umarmungen und dem Versprechen, uns bald wieder zu sehen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/109/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=109&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>FRANCO</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 18:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Statt mit der Rechnung kam der Chef - ein kleines, grauhaariges, quirliges Männchen - mit einer Flasche Rotwein zu uns und fragte "Siete austriaci? Conoscete Franz?" Franz kannten wir natürlich ein paar und ich fragte zurück, welchen Franz er denn meinte? Doch anstatt einer Antwort schoss er schon mit der nächsten Frage entgegen: "E conoscete Wolfi?" Franz &#38; Wolfi, nun war ich wirklich etwas verwirrt. Wollte der alte Herr uns auf den Arm nehmen? Franz &#38; Wolfi klang mehr nach einem Märchentitel als Namen, die Teil einer Geschichte waren. "Di dove siete?" schnellte uns bereits die nächste Frage entgegen. "Graz" antworteten wir und im selben Moment schien das Männchen unkontrollierbar aus dem Häuschen zu sein.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=107&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eine lange Reise zu Ende geht, ist es schwer sich vorzustellen, wieder nachhause zu fahren. Im Zug von Rom nach Orvieto kommen einige unangenehme Gedanken hoch. Ich will hier bleiben, für viel länger als geplant. Doch das ist aus vielen Gründen unmöglich. Und ich will gerade jetzt an keinen davon denken. Nahe von Orvieto habe ich mit 15 anderen Musikerinnen und Musikern mein erstes Album aufgenommen. &#8222;Feine Gutetagmusik&#8220; durfte nicht in verstaubten Grazer Kellern entstehen, sondern diese Musik musste mitten im Herzen Italiens ihre Gestalt annehmen. Exakt an der Grenze zwischen Lazio, Umbrien und der Toskana. Wir hatten damals so gut wie kein Budget, um ein Studio zu bezahlen, geschweige denn uns selbst. Trotzdem hatten wir uns motiviert und wollten die Aufnahmen mit einem Aufenthalt nahe Orvieto verbinden. Eine riesige Villa wurde unser Zuhause, umgeben von Obst- und Gemüsegärten sowie von Olivenhainen und Weinanbau. Ein kleines Babyplanschbecken, das ich für Notfälle mitgenommen hatte, kühlte unsere Köpfe. Unsere Körper wärmte die Sonne und der Wein. Schön war das, aber auch anstrengend. Dann gab es da einen ganz besonderen Tag. Ein Tag, an dem wir alle gemeinsam auf Musik verzichteten und stattdessen die Gegend erkundeten. Was wir fanden, blieb uns in Erinnerung: Ein Vulkansee namens Bolsena umgarnte plötzlich unseren Musikalltag. Schwarzer Sand, klarstes Süßwasser, eine Unmenge an Fischen und ein menschenleerer Strand schien beinahe unwirklich in unser Leben zu treten. Wir spielten Frisby im Wasser und tauchten auf und ab. Trotz vieler Diskussionen und auch Streitereien über unsere Songs waren wir an diesem einen Tag harmonisch.<br />
Abends brachen wir nach Orvieto auf, wo wir beinahe zu spät für ein Essen ankamen. Wenige der Restaurants hatten noch offen oder hatten einfach keinen Platz mehr. Wir spazierten dem Zufall folgend umher und landeten schließlich in einer winzigen Gasse, wo die &#8222;Trattoria della Grotta&#8220; noch geöffnet schien. Wir traten durch Bambus-Vorhänge ein und durften uns an einer langen Tafel setzen. Wir aßen und tranken, aßen und tranken, tranken und tranken und bezahlten schließlich mit einer Visa-Card. Statt mit der Rechnung kam der Chef &#8211; ein kleines, grauhaariges, quirliges Männchen &#8211; mit einer Flasche Rotwein zu uns und fragte &#8222;Siete austriaci? Conoscete Franz?&#8220; Franz kannten wir natürlich ein paar und ich fragte zurück, welchen Franz er denn meinte? Doch anstatt einer Antwort schoss er schon mit der nächsten Frage entgegen: &#8222;E conoscete Wolfi?&#8220; Franz &amp; Wolfi, nun war ich wirklich etwas verwirrt. Wollte der alte Herr uns auf den Arm nehmen? Franz &amp; Wolfi klang mehr nach einem Märchentitel als Namen, die Teil einer Geschichte waren. &#8222;Di dove siete?&#8220; schnellte uns bereits die nächste Frage entgegen. &#8222;Graz&#8220; antworteten wir und im selben Moment schien das Männchen unkontrollierbar aus dem Häuschen zu sein. Wie ein Wirbelwind schossen italienische Worte aus seinem Mund und durch seine Gestikulationen waren die vollen Weingläser auf dem Tisch schwer gefährdet. Er riss seinen Fuß hoch und zeigte wild auf seine schwarzen Lederschuhe: &#8222;Queste scarpe sono di Humanic a Graz!&#8220; Wir lächelten. Vor allem, weil wir endlich wieder ein paar Worte verstehen konnten. Nach einer Weile beruhigte sich der charismatische Feinspitz ein wenig und er stellte sich vor: &#8222;Sono Franco, ragazzi!&#8220;. Franco hatte nicht nur eine unbeschreibar gute Küche, sondern war ein langjähriger Wegbegleiter von Franz Innerhofer, wie sich herausstellte. Und auch Wolf Bauer hatte ihm einst in einer dunklen Nacht in seiner Grazer Wohnung Asyl gewährt. Franz Innerhofer war schon gestorben und in Orvieto so etwas wie ein geheimer Bürgermeister und verehrter Nationalheld gewesen. Franco erzählte und erzählte Geschichte um Geschichte, voller Emotionen und persönlicher Gedankenreisen. Es war ein unglaublich schöner Abend. Er verabschiedete sich mit &#8222;Quando ritornate, siete i miei ospiti!&#8220; Ob ich jemals wieder hierherkommen würde, um Francos Einladung anzunehmen? Das wusste ich nicht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/107/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=107&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>VIVA ROMA</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 13:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Dort, wo ich vor Jahren erlebt habe, dass die Polizei nachts die Zufahrtstraßen absperrt und innerhalb der abgesperrten Zone so gut wie keine Regeln gelten. Ein gesetzloses Stück Erde, in dem die jungen Römer wild, aber friedlich die Nacht zum Tag befeiern. Regieren tut hier nicht etwa die DJ-Musik, sondern die Live-Band. Unzählige moderne und verfallene Bars, wo Künstler ihre Musik den Ohren der Zuhörer zuführen. Das Gefühl, das alles lebt, lässt mich nicht mehr los. Selbst der Randstein hat hier etwas Lebendiges. Es brütet die Liebe zum Dasein, zum Genießen, zum Fühlen und Sich-Fallen-Lassen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=104&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier in Rom prallen zwei Welten massiv aufeinander: Die Welt der konservativen Anhänger eines imperialen Papstzentrums auf die Welt der freigeistigen, wilden Linken in Bezirken wie Trastevere oder San Lorenzo. Dort, wo ich vor Jahren erlebt habe, dass die Polizei nachts die Zufahrtstraßen absperrt und innerhalb der abgesperrten Zone so gut wie keine Regeln gelten. Ein gesetzloses Stück Erde, in dem die jungen Römer wild, aber friedlich die Nacht zum Tag befeiern. Regieren tut hier nicht etwa die DJ-Musik, sondern die Live-Band. Unzählige moderne und verfallene Bars, wo Künstler ihre Musik den Ohren der Zuhörer zuführen. Das Gefühl, das alles lebt, lässt mich nicht mehr los. Selbst der Randstein hat hier etwas Lebendiges. Es brütet die Liebe zum Dasein, zum Genießen, zum Fühlen und Sich-Fallen-Lassen. Menschen gehen nicht nur auf dich zu, sie ziehen dich mit ihren freundlichen, neugierigen Blicken und ihrem offenen Lächeln an sich. Nirgendwo habe ich so eine Begeisterungsfähigkeit zur Kunst gespürt wie hier in Rom, Süditalien. Eine unglaubliche Euphorie, die einen packt und unter Weingeschmacksoasen zum feurigen Lebens-Ja aufgeht und einen nicht mehr loslässt. La vita é bella! Mit all seinen Höhen und Tiefen. Hier scheint die Antwort auf vieles zu sein. Die meisten haben nicht viel, aber sie haben das Leben. Selbst die tragischsten Stunden scheinen hier leichter zu sein, als zuhause im netten, kleinen, geordneten Österreich. Wo alles nach Plan läuft, sich auch nach Jahren der Abwesenheit nichts verändert. Wo an Bushaltestellen jeder für sich steht, keiner spricht. Wo in Bars herumgepoltert wird und brachiales Bier auf den Tischen landet. Wenn uns etwas Germanisches geblieben ist, dann das. Und die finsteren Blicke, die Skepsis gegenüber dem Fremden. Die Angst vor Veränderung! Die Angst vor einem selbst. Zum Hinspucken, immer wieder. Dieser ständig mitgetragene Minderwertigkeitskomplex des &#8222;kleinen, schwachen&#8220; Landes Österreich und diese nach außen hin ständig zelebrierte, geheuchelte Demut vor dem 2. Weltkrieg. Doch hinter vorgehaltener Hand wird weiterhin fleißig gemunkelt, gelästert und Gerüchte gekocht. Und nach außen hin bleiben Gesicht und Mund regungslos, weil auch hier das Nicht-Zu-Seinen-Gedanken-Stehen-Können katastrophale Auswirkungen hat. Eine Feigheit, die mir zutiefst zuwider ist. Und trotzdem kommt man einer gewissen Zuneigung zu seiner Herkunft nicht aus, denn es gibt viel mehr, als nur diese schlechten Seiten.</p>
<p>Wir wohnen in einem Appartment am Campo dei fiori, gleich in der Nähe vom Panteon. Hier gibt es unglaubliche Pizzavariationen, die ich so noch nirgendwo gesehen habe. Auch Slalom taucht in meinem Leben wieder auf. Ein einst schottisches Bier, das mittlerweile von Heineken aufgekauft wurde. Die Besonderheiten des Biers sind 9 % Alkohol und der dennoch nicht süße Geschmack. Sehr fatal, wie einst ein Freund von mir feststellen musste, als er innerhalb von kurzer Zeit 1 1/2 Liter davon trank und sich daraufhin schwertrunken über den Gartenzaun einer italienischen Wohnhaussiedlung übergeben musste. Außerdem finden wir ein Geschäft, das sehr stilvolle, alte Kleidung verkauft. Die Verkäuferin, eine kettenrauchende Powerfrau, knöpft uns knapp 400 Euro für ausgefallene Bühnenoutfits ab. Aber sie und das Geschäft sind sehr sympathisch.<br />
Als Österreicher mitten in Rom ein Konzert zu spielen, hört sich abenteurlich an. Ja, beinahe zum Scheitern verurteilt. Aber das Gegenteil ist der Fall: Eine Herzlichkeit und große Neugier schwappt einem entgegen, dass ich mich selbst wundere, warum ich nicht überhaupt nur mehr in Italien spiele. Eine derartige Unvoreingenommenheit habe ich noch nie erlebt. Der AUT AUT &#8211; Club im Kultviertel Trastevere ist trotz römischen 40 Grad im Schatten eine kühle Zuflucht. Die kleine Bühne bietet Platz genug für mich, Sigrid und unsere Ukulelen. Wir nehmen auf Barhockern Platz und checken mit Organisator Massimo den Sound. Obwohl ich da noch keine Ahnung von italienischem Pubikum habe, war er das beste Beispiel dafür. Schon beim zweiten Song, den wir probehalber anspielen, funkeln seine Augen und er summt mit. Meine Bedenken legen sich ein wenig. &#8222;Siamo austriaci, ma stasera suoniamo anche canzoni italiani!&#8220;, beginnen wir unser Konzert. In unserem Set gibt es eine Hälfte bekannte und neue Calim-Songs. Die andere Hälfte besteht aus ausgewählten Covers sowie unseren neu geschriebenen, italienischen Liedern. Das Publikum denkt beim ersten Italo-Song tatsächlich, es wäre ein Cover eines italienischen Singer-Songwriters. Für mich ein Kompliment. Wir spielen ruhig, feinfühlig und nachdenklich. Keines der Lieder kann so performt werden wie in der Großformation. Wir geben selbst den rhythmischeren Songs eine stille Note. Kerzenlicht, gemütliche, indisch wirkende Liegeflächen, unzählige Pölster und Wasserpfeifen runden das Ambiente harmonisch ab. Der Vorderteil eines VW Käfers, in der Mauer neben uns steckend, erinnert mich an die kultigen Ideen Berlins. Wir genießen es zu singen. Auch mit dem italienischen Publikum gemeinsam. Bei Sommersonnenschein schreien kurioserweise alle mit. Überwältigend. Nach dem letzten Song wollen ein paar Fotos, ein paar Autogramme und einige laden uns auf Drinks ein. Wir feiern und tanzen noch die ganze Nacht!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/104/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/104/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/104/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/104/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/104/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/104/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/104/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/104/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/104/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/104/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/104/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/104/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/104/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/104/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=104&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>REISE VOLLER HÜRDEN</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 14:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Und plötzlich, binnen von wenigen Sekunden, kann ich nichts mehr sehen, außer die rot leuchtenden Rückblenden des LKWs vor mir. Ich drossle auf 60 und hoffe, dass aus den Regenmassen kein Hagel wird. Das plötzliche, laute Klopfen auf Dach und Fensterscheiben kündigt jedoch etwas ganz anderes an. Ich kann gerade noch erkennen, wie der LKW nach links ausreißt und leite das Auto instinktiv dem LKW nach. Das nächste Bild, das rechts von unseren Fenstern vorbeigleitet, ist ein mitten auf der Fahrbahn stehender LKW und ein Auto, das ungebremst unter den Truck geschlittert ist.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=102&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer von der schlaflosen, elektroiden Tanzstadt Berlin ins kolossale, euphorische Rom will, muss einige Hürden überstehen. Da wäre in erster Linie, aus dem Labyrinth Berlin überhaupt wieder herauszufinden. Dank Sängerin Sigrid Spörk und einer Stadtkarte, bewältigen wir aber diese erste Schwierigkeit ohne nennenswerte Eklats. Das zweite, diesmal wirklich große Problem, lässt aber nicht lange auf sich warten: Nach 150 Kilometern Autobahn Richtung München, macht es einen lauten Knall und starker Rauch aus meinem Auspuff vernebelt die Fahrbahn. Langsamer werdend schaffe ich es gerade noch die nächste Ausfahrt zu nehmen, wo wir bei einem Kreisverkehr zum Stillstand kommen. Einfach ignorieren wäre schön gewesen. Allerdings etwas schwierig, wenn das Auto voller Equipment bepackt das einzige realistische Fortbewegungsmittel ist. Irgendwie schaffe ich es den ADAC zu erreichen, der mir versichert, dass ein Mechaniker zu uns kommen werde. Nun denn, ein nicht fahrendes Auto, 38 Grad im Schatten und kein Baum weit und breit sind nicht gerade das, was ich mir nach 4-Tagen-Wach so vorgestellt habe. Bevor ich mich jedoch meinem Tobsuchtsanfall voll und ganz hingeben kann, zückt Sigrid schon die Ukulele und sagt: &#8222;Lass uns proben!&#8220;. Also gut, wir proben. Und wie! Nachdem der ADAC statt einer halben Stunde, gleich 2 1/2 Stunden später kommt und nachdem ich schon immer meine Zweifel hatte, ein Konzert mit rein deutschen Texten in Italien zu spielen, schreiben wir einfach so &#8211; mir nichts, dir nichts &#8211; fünf italienische Lieder. Wenn es nach der Kreativität geht, würde ich gerne öfter Autopannen haben. Der ADAC-Wundermensch kann den Wagen innerhalb von kurzer Zeit tatsächlich so gut reparieren, dass wir unsere Reise wieder aufnehmen dürfen. Nachdem ich in der Überzeugung, dass das nun die letzten Troubles für längere Zeit gewesen sind, voller Elan zurück auf die Autobahn fahre, habe ich beinahe den Schwertransport übersehen, der sich unüberholbar mit dezenten 30 Stundenkilometern vor uns einreiht und uns so eine ganze, unglaublich lange Stunde zart-langsam begleitet. Mich wundert es, dass Sigrid nicht flüchtend aus dem Auto springt, denn meinen ab nun gelebten Missmut und Groll würde ich niemanden zumuten wollen. Erst als sich die Straße endlich vergrößert und wir die LKW-Flotte hinter uns lassen, beruhige ich mich allmählich. Irgendwann, Stunden nach der Berlin-Abfahrt, kommen wir spätnächtens in München an, wo ich ungefähr binnen 30 Sekunden ins Traumland falle.</p>
<p>Wer nun denkt, dass es das an Hürden war, der irrt. Der Höhepunkt allen Übels erwartet uns erst am zweiten Reisetag. Schon als ich über die Grenze fahre, denke ich mir, dass die schwarze Wand vor mir, nicht ganz natürlich scheint. Zumindest nicht alltäglich. Umkehren gibt es aber genauso wenig wie halten und abwarten. Folglich fahre ich weiter und hoffe, dass eine der beiden auseinanderführenden Straßenbögen einen Kilometer vor mir nicht in die Schwarze Wand führt. Und ich hoffe auch, dass das jener Straßenbogen ist, den ich nach Rom einschlagen muss. Tja, nicht immer gehen Wünsche in Erfüllung. Unsere Autobahn leitet uns exakt in die Schwarze Wand. Ich bin in meinem Leben schon viel gefahren, doch, was nun kommt, habe ich noch nie erlebt: Tornadoähnliche Windhosen, die sich vom Himmel aufs Land ziehen. Noch entfernte Wasserstreifen, die das Panorama durchtrennen. Und eine immer dunkler werdende Fahrbahn. Vorsichtig setze ich mich mit dem Auto hinter einen LKW auf die rechte Fahrbahn und drossle die Geschwindigkeit auf 80 herunter. Mit dem notwendigen Abstand fahre ich behutsam weiter. Und plötzlich, binnen von wenigen Sekunden, kann ich nichts mehr sehen, außer die rot leuchtenden Rückblenden des LKWs vor mir. Ich drossle auf 60 und hoffe, dass aus den Regenmassen kein Hagel wird. Das plötzliche, laute Klopfen auf Dach und Fensterscheiben kündigt jedoch etwas ganz anderes an. Ich kann gerade noch erkennen, wie der LKW nach links ausreißt und leite das Auto instinktiv dem LKW nach. Das nächste Bild, das rechts von unseren Fenstern vorbeigleitet, ist ein mitten auf der Fahrbahn stehender LKW und ein Auto, das ungebremst unter den Truck geschlittert ist. Ich atme tief durch und versuche einen klaren Kopf zu bewahren. Kurze Zeit später steht bereits alles still. Wieder rechts eingereiht, haltet der LKW vor mir, so wie auch alle anderen Fahrzeuge vor uns. Ein Dilemma wie es im Buche steht: Hinter uns der schwere Unfall, vor uns der Stau, über uns der Hagelsturm, unter uns die nun weiße Straße und links und rechts keine Spur von einer Abfahrt. Beängstigt blicke ich auf meine Windschutzscheibe und hoffe nur, dass sie hält und nicht von den weißen, scharfen Körnern durchschlagen wird. Der Lärm innerhalb des Autos macht ein Sprechen unmöglich. Ich drehe die Musik &#8222;Bob Dylans Live-Radio-Show&#8220; lautstark auf und versuche diesem Ort des Grauens gedanklich zu entfliehen. In eine Zeit, in der Menschen noch eher auf Schienen als auf vier Rädern unterwegs waren. So schnell und einfach ist diese Flucht jedoch nicht möglich. Erst nach 1 1/2 Stunden lichten sich die Hagelwolken und auch der Stau. Letztendlich kann nur ein sagenhaftes Regenbogenmeisterwerk  bei einer kurzen Rast uns wieder ein Lächeln ins Gesicht setzen. </p>
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		<title>TREFFPUNKT: BERLIN BAUSTELLE</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 15:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Sabanova und ich vereinbarten einen spontanen Jam auf der Dachterrasse im Jugendhostel Wombats, wo meine Band für die Zeit in Berlin untergebracht war. Aufgrund meines Verirrens hatte ich gerade noch Zeit das Auto zuzusperren, in ein frisches Hemd zu schlüpfen, die Gitarre zu packen und in den 7. Stock hochzufahren. Dort wartete bereits Sabanova und groovte leicht verstärkt zu Sonnenschein und Wahnsinnsausblick.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=99&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Endstation Berlin Ostbahnhof: Es wurde Zeit auszusteigen und das stickige Abteil mit den unbequemen Nackenstützen hinter uns zu lassen. Treffpunkt Berlin Mitte. Zwei Stationen mit der S-Bahn und endlich raus, weg von Schienen und Ankunft-Abfahrtszeiten. Ständige Begrüßung, ständiger Abschied. Es wurde Zeit, anzukommen. Da standen wir nun am Alexanderplatz, einer überdimensionalen Baustelle inmitten von Berlin. Bei jedem zweiten Gebäude weilte ein riesiger Kran. Selbst der Mittelpunkt des Platzes war mit Bauzäunen und Vorsicht-Schildern abgeriegelt. Neben der Weltuhr parkten zwei Polizeibusse mit getönten Fensterscheiben und rotierendem Blaulicht. Bombendrohungen aus dem Libanon und Irak dürften Wirkung gezeigt haben. Punks saßen in bunten Farben und Mischlingshunden auf dicken Wolldecken, tranken Bier und froren vor sich hin. Erinnerungen an den Grazer Hauptplatz kamen hoch. Wir sahen uns um. Irgendwo musste das blonde Engelchen, das von uns Butler gerufen wurde, bereits auf uns warten. Der Fernsehturm erinnerte mehr an ein Radargerät als an eine Aussichtsplattform, die dicke Säule sogar ein wenig an ein Atomkraftwerk. Und genau dort stand er auch – Butler, ein Posthippie als plötzliches Mitglied des atomaren Einsatzkommandos. Freude, Umarmung, Glückwünsche. Wir fuhren Richtung Prenzlauer Berg. In Berlin konnten wir beinahe keine Wege zurücklegen, ohne in die U- oder S-Bahn ein- und auszusteigen. Das zeigte mir die Größe, die ich sonst nicht bemerkte. Alles war weitläufig: Die Bauten breit und nicht verschachtelt, die Straßen mehrspurig und die Menschen aufgesplittert – selten in großen dichten Gruppen. Wir wussten nicht, wie unsere vorläufige Bleibe aussah. [...]&#8220;  (Auszug aus dem Roman &#8222;Wir Glückskinder&#8220;)</p>
<p>So war es also, das Berlin, wie ich es kennenlernte. Diesmal schleppte mich mein schwarzer Clio bis zum vorläufigen Ziel: Jugendhostel Wombats, Berlin Mitte. Doch, bevor ich dieses Ziel erreichen konnte, musste ich mich natürlich noch um 4 Kilometer verfahren und fürs Zurückfinden eine Straßenkarte bei einer Tankstelle kaufen. 4 Kilometer, da wäre ich in Graz bereits schon wieder außerhalb der Stadt gewesen. Hier stehe ich nur in einer weiteren unbekannten Seitenstraße eines unbekannten Viertels. Berlin war viel zu Berlin, um Straßennamen als Tafeln an alle Häuser zu montieren. Namen gab es so nur am Anfang und am Ende der jeweiligen Straße zu sehen. Wer also nicht genau aufpasste &#8211; in dem Fall ich &#8211; der verpasste bei der Straßeneinfahrt den Namen und musste den gesamten Weg zu Ende fahren, um zu erfahren, wo zur Hölle er eigentlich war.</p>
<p>Als ich endlich ankam, begann das zweite Problem und langsame Kopfschmerzen einzusetzen: Parkplatz. Obwohl Berlin derart große Straßen hatte, musste ich ausgerechnet in einer kleinen Nebenstraße halten, die vor allem Parkverbotsschilder als Verzierung verwendete. Und wer dachte, dass das Parken im Halteverbot in Berlin sicher kein Problem sei, der hatte sich mächtig geirrt: Denn die Berliner Behörden hatten sich vor langer Zeit als Jux einfallen gelassen, alle verbotener Weise geparkten Autos abzuschleppen und anstatt sie auf einem offiziell bekannten Abstellplatz zu positionieren, die Autos in vollkommen willkürlich ausgewählte Seitenstraßen des jeweiligen Bezrikes zu parken. Oh Jemine! Ein Kumpel von mir musste einmal eine ganze Woche Radfahren, um sein Auto wiederzufinden.</p>
<p>Sabanova und ich vereinbarten einen spontanen Jam auf der Dachterrasse im Jugendhostel Wombats, wo meine Band für die Zeit in Berlin untergebracht war. Aufgrund meines Verirrens hatte ich gerade noch Zeit das Auto zuzusperren, in ein frisches Hemd zu schlüpfen, die Gitarre zu packen und in den 7. Stock hochzufahren. Dort wartete bereits Sabanova und groovte leicht verstärkt zu Sonnenschein und Wahnsinnsausblick. Ich schmiss den Koffer zu Boden, warf mir die Gitarre um den Hals und begann mitzuspielen. Ganz Berlin lag vor uns, während Menschen unterschiedlicher Nationen sich bei Mojitos und Caipirinhas einfanden und zur Musik chillten. Obwohl ich mit Sabanova keine Probe hatte, spielten wir ein paar Songs gemeinsam. Unter anderem &#8222;Was Besonderes&#8220;, unsere erste Single aus dem Album &#8222;Discoschnupfen und Tanzfieber&#8220;. Und das passte zu allem hier und jetzt und die Musik und der Ausblick und der Sonnenschein: Das war schon etwas ganz Besonderes.</p>
<p>
<p><a title="Link zum Jam auf der Dachterrasse" href="http://www.youtube.com/watch?v=Z5LvnezMyaQ" target="_blank">Link zum Jam auf der Dachterrasse</a> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/99/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/99/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/99/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=99&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zu Gast bei TV Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:52:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Taxifahrer, der mich in den Axel-Springer-Palast zu TV Berlin bringt, erzählt mir, dass er seit 12 Jahren in Berlin wohnt und, dass seit 12 Jahren der Alexanderplatz eine einzige Baustelle ist. Die Moderatorin bei TV Berlin ist sehr sympathisch und schickt mich nach wenigen Minuten in die Maske. Das Feiern am Vortag hat so seine Spuren hinterlassen. Zwei große Spiegel und Lichter, die dich zu durchleuchten scheinen, lassen keinen Schönheitsfehler unentdeckt.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=92&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich haben wir zum ersten Mal gehofft, dass Deutschland ins Finale kommt. Natürlich hätten wir dann ein spontanes Konzert auf der 3-Millionen-Fanmeile Berlins gegeben. Die Straße des 17. Juni, von Hitler einst für Paraden und Machtdemonstrationen vergrößert, führt bis zum Brandenburger Tor. Und in letzterem kann man neuerdings auch wohnen. Stellt euch vor, ihr werdet gefragt, wo eure Wohnung ist und ihr antwortet: &#8222;Das Brandenburger Tor&#8220;. Meines wäre es nicht, die Touristen sind mir nach Milisekunden schon zu viel. Menschenhass und Brechreiz greift schnell um sich. Da ist mir Prenzlauer Berg und die Schönhauser Allee schon wesentlich lieber. Hier bekam man vor zwei Jahren noch eine 120m2-Wohnung für 500 Euro im Monat. Jänner bei Minusgraden, Christbäume, die auf den Straßen lagen, Punks in Decken gehüllt, die am Alexanderplatz ihre Bleibe einrichteten, breite leere Straßen und viele schwarze Raben. So lernte ich Berlin einst kennen. Nun &#8211; mitten im Hochsommer &#8211; zerschmilzt die Stadt bei 38 Grad und wird von übermäßig vielen Baustellen entstellt.</p>
<p>Der Taxifahrer, der mich in den Axel-Springer-Palast zu TV Berlin bringt, erzählt mir, dass er seit 12 Jahren in Berlin wohnt und, dass seit 12 Jahren der Alexanderplatz eine einzige Baustelle ist. Die Moderatorin bei TV Berlin ist sehr sympathisch und schickt mich nach wenigen Minuten in die Maske. Das Feiern am Vortag hat so seine Spuren hinterlassen. Zwei große Spiegel und Lichter, die dich zu durchleuchten scheinen, lassen keinen Schönheitsfehler unentdeckt. Eigenartige Atmosphäre hier. Ich fühle mich ein wenig wie Udo Jürgens mit 70, vor einem seiner großen Auftritte. Das Studio ist groß und angenehm klimatisiert. Die Fragen werden kurz durchbesprochen, ein Glas Wasser bereitgestellt. Dann läuft die Kamera und ich spreche über unsere ersten beiden Alben: Von Italien und Sommersonnenscheinmusik bis hin zu Berlin und Elektrobeats. Auch zu meinem Roman &#8222;Wir Glückskinder&#8220; werde ich gefragt. Ich spreche über die Ewig Suchenden und Nie Findenden und fühle mich plötzlich selbst wie die Hauptfigur, rastlos in der Großstadt gestrandet. Dann sprechen wir über Rom, wo uns die Tour schon bald hinführen wird. Ein Foto vor dem Springer-Gebäude zum Andenken und weiter gehts zum nächsten Konzert.</p>
<p>Finale ist es keines geworden, aber das Spiel um Platz 3 lockt doch so einige Deutsche aus ihren Wohnungen zu den sommerlichen Gastgärten, wo kühle Getränke und Fußball-Leinwände auf sie warten. Der deutsche Stolz scheint etwas angeknackst. Die Gäste verhalten sich sehr zurückhaltend. Beinahe so, als würden sie gar nicht hier sein wollen und das eher aufgrund eines Gefallens gegenüber ihrer deutschen Mannschaft tun. Wir befinden uns im Al Hamra, eine multikulturelle Bar, deren KellnerInnen eine Schroffheit leben, die sonst nur im englischen Nationalteam zu sehen ist. Irgendwann überwinde ich mich aber trotzdem und traue mich ein Bier zu bestellen. Ich überstehe diesen Akt ohne größere Schäden. 3:2 endet das Match, glücklicherweise für Deutschland. So wird das Konzert danach doch noch zu einem Partyjam.</p>
<p>Wir spielen im Kellergewölbe des Al Hamra, wo viele gemütliche Trödlerware Gästen Liege- und Sitzplätze bietet. Einige rauchen Wasserpfeife, einige tanzen schon bei den Rhythmen des ersten Liedes. Sabanova beginnt heute den Abend, wir folgen. Und wie! Eine derartige Dynamik habe ich in der Band noch nie gespürt. Speedy beutelt seine Gitarre her, dass ich beinahe Bedenken habe, beide in Ekstase zu verlieren. Barbara Paierl springt mit ihrem Saxofon ins Publikum und die Band groovt als wenn es kein Morgen gäbe. Was wir da noch nicht wussten, ist, dass es wirklich keinen Morgen geben wird, da wir ganz dezent die Nacht im Elektroclub Watergate an der Spree durchmachen werden. Doch vorher noch einmal Sabanova und als sie mich zum Abschluss auf die Bühne bitten und wir gemeinsam Buon Divertimento anstimmen, habe ich wieder das Gefühl wie einst mit Hubert von Goisern am auf der Donau dahin gleitenden Konzertschiff zu sein und die zusammentauchenden Energien zweier unterschiedlicher Bands zu spüren. Herrlich! Und als ich abschließend mit meiner Ukulele &#8222;Somewhere over the rainbow&#8220; anstimme und alle Gäste mitsummen, geht tatsächlich noch einmal die Sonne auf. Hier in Berlin um Viertel nach Zwei.</p>
<p>
<p><a title="Link zum Auftritt bei TV BERLIN" href="http://www.kewego.de/video/iLyROoaf8BAm.html" target="_blank">Link zum Auftritt bei TV BERLIN</a> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/92/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=92&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vodka im Burger</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 16:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich das erste Mal vor zwei Jahren hier war, bestellte sich ein Liebespaar ein ganzes Tablett voll Vodkashots und verteilte die eine Hälfte an die Gäste. Die andere Hälfte tranken die beiden selbst und ich konnte beobachten wie ihre motorischen Fähigkeiten von kalkulierten Bewegungen zur am Boden kriechender Orientierungslosigkeit wandelten.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=88&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es riecht nach Vodka. Und zwar nach fünf unterschiedlichen Sorten. Von Weißrussland bis Georgien. Alle Vodka-Nationen sind vertreten. Das Kaffee Burger ist wohl einer der Kultclubs in der Szenestadt Berlin. Zu Abend- und Nachtzeiten stellen sich hier lange Menschenschlangen an. Nachteulen, die nach Trink, Tratsch und Tanz suchen. Sehnsucht gibt ihnen Geduld die oft stundenlangen Wartezeiten zu überstehen. Zur Sommer- und Winterzeit. Jetzt grad eben ist es Sommer. 38 Grad verbrennen die Torstraße. Schweiß läuft in Bächen durch die Kleidung auf den Boden. Tanzwirtschaft Kaffee Burger &#8211; ein Schild verrät, wo wir sind. Der Soundcheck verzögert sich wie alle Soundchecks dieser Welt. Sabanova spielen hier heute das Abschiedskonzert.  Vier Musiker und eine Musikerin trennen sich und gehen nun eigene Wege. Ich freue mich mit meiner Band an diesem Abend  zu spielen. Getränke sind für alle Musiker frei. Na, das kann was werden!</p>
<p>Eine Weißweinschorle bringt meinen Kreislauf langsam auf Touren. Die Bühne ist für uns acht viel zu klein. Das bedeutet bei 38 Grad Außentemperatur, 45 Grad Innentemperatur und 55 Grad Bühnentemperatur zu kuscheln. Die ersten Gäste treffen ein. Bevor meine Band aufgrund des Kartoffelschnapses nicht mehr spielen kann, starten wir lieber. Wir eröffnen den Abend mit Kindes Erinnerung. Der Song macht Stimmung und sorgt für tanzende Schritte bei den Berlinern. Ich erzähle von meinem Buch &#8222;Wir Glückskinder&#8220; und den Einfluss von Berlin auf unser aktuelles Album &#8222;DIscoschnupfen &amp; Tanzfieber&#8220;. Nach 40 Minuten Spielzeit, Tanzschweiß und Berliner Beifall lassen wir Sabanova auf die Bühne. Zu Reggae- und Bossanova-Klängen widmen wir uns nun dem Vodka. Die Türsteher sehen aus wie  Schlägerbullen der russischen Mafia. Mit dem Unterschied, dass sie ein weiches Herz zu haben scheinen, das dem eines Teddybären gleicht.</p>
<p>Als ich das erste Mal vor zwei Jahren hier war, bestellte sich ein Liebespaar ein ganzes Tablett voll Vodkashots und verteilte die eine Hälfte an die Gäste. Die andere Hälfte tranken die beiden selbst und ich konnte beobachten wie ihre motorischen Fähigkeiten von kalkulierten Bewegungen zur am Boden kriechender Orientierungslosigkeit wandelten. Kaffee Burger, der Ort, an dem die Russendisko entstand. Wladimer Kaminer ist mit dem gleichnamigen Bestseller zur deutsch-russischen Ikone der Popliteratur aufgestiegen. Und ja, es ist tatsächlich so, das Burger hat Flair. Nicht umsonst kommen hierher auch große Namen wie Keanu Reeves, die unter den feiernden Berlinern tanzen und trinken und sich am nächsten Tag an nichts mehr erinnern. Ich kann mich nur mehr an eines erinnern: An das zum zehnten Mal aufgefüllte Vodkaglas vor mir an der Bar.</p>
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		<title>R E I C H O</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 15:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[BERLIN TOUR 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sitze gerade in meinem Auto, 150 Kilometer vor Berlin und blicke auf ein gelbes Ortsschild: "REICHO 2 KM". Der Pfeil zeigt in eine durch dichten Wald führende Nebenstraße. Fast magisch zieht es mich dort hinein. Im Schritttempo. Kein Auto, kein Mensch, kein Tier, das mir diese 2 KIlometer begegnet.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=84&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Name ist Calim, geborener Christoph Reicho. Reicho ein sehr seltener Name. Ungewöhnliche Blicke, die einem entgegensehen, wenn diese Buchstabenaneinanderreihung aus dem Mund rollt. &#8222;Wie war das? Reicher?&#8220; oder &#8222;Reicha, haben Sie gesagt?&#8220; Mein Antwort folgt wie immer: &#8222;Nein, wie Reich und dann noch ein O.&#8220;</p>
<p>Mein Großvater, selbst Sänger und Zieharmonika-Spieler, hat mir erzählt, dass jede Familie, die diesen Nachnamen trägt, mit uns in einem Verwandschaftsverhältnis steht. Schon spannend. Ich sitze gerade in meinem Auto, 150 Kilometer vor Berlin und blicke auf ein gelbes Ortsschild: &#8222;REICHO 2 KM&#8220;. Der Pfeil zeigt in eine durch dichten Wald führende Nebenstraße. Fast magisch zieht es mich dort hinein. Im Schritttempo. Kein Auto, kein Mensch, kein Tier, das mir diese 2 KIlometer begegnet. Vielleicht ist es Einbildung oder einfacher Aberglaube, aber ich fühle schon einmal hier gewesen zu sein. Das Waldstück lichtet sich und auf beiden Seiten breitet sich eine unglaublich weitläufige Weidelandschaft aus. Große Bäume am Straßenrand bilden eine Allee. Maisfelder, schwarz-weiße Vögel und von der Sonne verdorrte Gräser malen die Landschaft bunt. Idyllisch wie in einem Märchen. Nun kann ich das Ortsschild und die ersten Häuser schon erkennen. Reicho rückt mir unweigerlich näher. Als die Reifen den Ortsanfang berühren, beginnt das Wageninnere zu ruckeln und rumpeln als würde es über Treppen fahren. Kopfsteinpflaster, gut erhalten zieht sich durch das gesamte kleine Dörfchen. Links und rechts stehen schön aneinandergereiht kleine Backsteinbauten. Nach 50 Metern taucht zu linker Hand ein kleiner Naturteich auf. Vor allen verschlossenen Haustoren stehen Holzbänke, wo frühabends alte Männer wahrscheinlich an ihren Zigarren ziehen und über ihr Leben nachdenken. Die Jalousien sind allesamt heruntergelassen. Keine Menschenseele zeigt sich, nicht einmal ein Auto ist zu sehen. Ich rolle langsam durch diesen ungewöhnlichen Ort mit diesem ungewöhnlichen Namen.</p>
<p>Nach weiteren 100 Metern ist es auch schon wieder vorbei. Reicho, rot durchgestrichen, steht als Tafel neben einem Acker. Ich halte an, steige aus und merke erst jetzt welche Hitze es draußen hat. Beinahe nichts ist zu hören. Nur ein paar Vögel, die freudig durch die Lüfte kreisen, ein paar Schweine, die von weit her zu grunzen scheinen und ein Bienenschwarm, der sich neben mir gerade über einen Flieder hermacht. Ich stehe, schließe die Augen und ziehe die Luft tief ein und aus. Ob das hier der Ursprung meiner Familie ist? Ich bleibe unschlüssig, aber irgendetwas muss da sein. Als ich die Augen wieder öffne, sehe ich eine Dame mit türkisem Shirt aus der Stadtmitte auf mich zugehen. Langsam, aber bestimmt in meine RIchtung. Ich sehe ihr beim Fußstapfen zu. Nach zwei langen Minuten ist sie beinahe bei mir. Ich gehe ihr freundlich entgegen. Sie bleibt stehen, sieht mich an und fragt: &#8222;Sind Sie mein Termin?&#8220; &#8222;Ähm, welcher Termin?&#8220; &#8222;Mein Termin um 15 Uhr? Ich habe Sie gesehen, wie Sie langsam durch die Stadt gefahren sind und da dachte ich, Sie suchen mich vielleicht?&#8220; &#8222;Nein, ich habe keinen Termin bei Ihnen. Ich bin hier, weil Ihr Wohnort so heißt wie ich. Christoph Reicho mein Name.&#8220; Sie sieht mich erstaunt an, lichtet ihren Blick aber sogleich und lächelt. &#8222;Soso, na dann willkommen!&#8220; &#8222;Wie viele Menschen leben denn hier?&#8220; &#8222;60 ungefähr, jetzt haben wir auch wieder 2 Kinder sogar. Die meisten ziehen hier weg, weil sie keine Arbeit finden. Und zurück bleiben die Alten, die nach und nach sterben. Was bleibt sind diese Häuser. Ich bin hier geboren und sogar zur Schule gegangen&#8220;, sie zeigt stolz auf das kleine Buswartehäuschen, das den Mittelpunkt der Stadt markiert, &#8222;Dort bin ich zum Unterricht gegangen. Vier Klassen, ein Professor. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen.&#8220; Sie verschließt ihre Arme vor der Brust. Wahrscheinlich scheine ich ihr zu konzentriert zuzuhören und langsam unheimlich zu werden. &#8222;Schön habt ihr es hier. Unglaublich schön. Gibt es vielleicht noch ein Haus zu kaufen?&#8220; &#8222;Sie nickt. &#8222;Ja, einige Häuser sind an junge Berliner Familien gegangen, aber es kann wohl sein, dass bald wieder ein Haus frei wird. Still ist es hier, so angenehm still.&#8220; &#8222;Ja, sehr angenehm. Wissen Sie vielleicht etwas über die genaue Geschichte dieses Ortes? Ich denke, dass meine Familie da sicher irgendeine Rolle gespielt hat. Den Namen gibt es zu selten. Kennen Sie hier in der Gegend eine Familie, die so heißt?&#8220; &#8222;Nein, da kenne ich keine. Ich kenne Reicho nur als Ortsnamen. Das Traurige ist, dass durch das Sterben der Alten, auch die Chroniken des Dorfes verloren gehen. Aber Sie können das vielleicht über die Chroniken von Jessen herausfinden. Reicho ist eigentlich ein Stadtteil davon, den gibt es schon seit 775 Jahren.&#8220; &#8222;Ja, ich werde recherchieren. Und vielleicht kaufe ich mir hier mal irgendwann ein Häuschen. Wäre etwas für die Aufnahmen für meine neue CD.&#8220; Ich verabschiede mich dankend. Nur ungern setze ich mich ins Auto. Aber die Zeit drängt. Heute Abend gibt es unser großes Konzert im Kaffee Burger, Berlin &#8211; Prenzlauer Berg. Ich freue mich darauf. Riesig! Am Weg zurück springt mir noch ein Schild ins Gesicht: &#8222;Naturschutzgebiet. Vom öffentlichen Verkehr verschont.&#8220;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/84/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/84/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/84/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=84&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wir sind nicht wir</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 07:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>calimmusic</dc:creator>
				<category><![CDATA[buch]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur im Angesicht des Todes klein zu werden, schien uns nicht feig zu sein, sondern besser als gar nichts. Hatten unsere Großeltern einen Krieg zu viel oder wir einen Krieg zu wenig erlebt? Konnten wir wirklich nur bescheiden und glücklich mit wenig sein, wenn uns Körperteile um die Ohren flogen, Bomben Häuser trafen, wir einander auffraßen oder aus dem Flussbeet schimmliges Brot fischten? Warum war uns nicht wenig genug, wenn wir so oder so alles haben konnten?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=80&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie konnten wir <em>wir</em> sein, wenn wir nicht wussten, was wir wollten? Wie schufen wir eine Welt, die sich bewegte, wenn wir nicht wussten, was wir wollten? Wie konnten wir Zukunft planen, wenn wir nicht wussten, was wir wollten? Wie konnten wir jemals nichts haben, wenn wir nicht wussten, was wir wollten?</p>
<p>Wir waren uns unklar darüber, ob es in unserem Charakter-Kühlschrank, in dem wir Geld, Ruhm, Macht, Sex und Unterhaltung frisch hielten, auch Platz für selbstlose Werte gab. Das Wir dachte darüber gar nicht erst nach. Doch keiner von uns musste Prediger sein, keiner von uns musste einen Glauben besitzen, um in ganz schwachen Momenten zu fühlen, dass umgeben von Eiszapfen und Temperaturreglern nur mehr wenig Platz übrig zu sein schien. Im Angesicht des Todes und nur dort schienen wir zu schrumpfen, von einer Größe, die wir uns ausmalten, erschufen und selbstständig in unser Gehirn wuschen. Nur im Angesicht des Todes klein zu werden, schien uns nicht feig zu sein, sondern besser als gar nichts. Hatten unsere Großeltern einen Krieg zu viel oder wir einen Krieg zu wenig erlebt? Konnten wir wirklich nur bescheiden und glücklich mit wenig sein, wenn uns Körperteile um die Ohren flogen, Bomben Häuser trafen, wir einander auffraßen oder aus dem Flussbeet schimmliges Brot fischten? Warum war uns nicht wenig genug, wenn wir so oder so alles haben konnten? Unzählige Fragen, die sich in einer vereinen ließen: &#8222;Wie können wir jemals wissen, wer wir sind, wenn wir nicht wissen, was wir wollen?“</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/discoschnupfen.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/discoschnupfen.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/discoschnupfen.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/discoschnupfen.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/discoschnupfen.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/discoschnupfen.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/discoschnupfen.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/discoschnupfen.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/discoschnupfen.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/discoschnupfen.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/discoschnupfen.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/discoschnupfen.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/discoschnupfen.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/discoschnupfen.wordpress.com/80/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=discoschnupfen.wordpress.com&amp;blog=10229042&amp;post=80&amp;subd=discoschnupfen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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